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Kinder haben einen Schutzengel. Diese etwas simple Einstellung kann für ein Kind gravierende finanzielle Folgen für den Rest des Lebens haben, wenn der Schutzengel gerade mal einen Kaffee trinken ist. Der Forscherdrang und ungestümes Spielen bringen den Nachwuchs immer wieder in Situationen, in denen Eltern der Atem stockt. Tritt der schlimmste Fall ein und das Kind verunglückt mit einer bleibenden Invalidität, ist der Lebensweg zumindest in bestimmten Bereichen vorgezeichnet. Wie die Stiftung Warentest jedoch schreibt, resultiert nur bei 0,45 Prozent aller Kinder eine Invalidität aus einem Unfall – 99,55 Prozent der Fälle basieren auf einer Erkrankung.

kinder unfall

Unfallschutz: Kinder sind vielen Gefahren ausgesetzt.

Körperliche Beeinträchtigungen führen dazu, dass die Zahl der möglichen späteren Berufe schon einmal eingeschränkt ist. Trägt das Kind eine vollständige Invalidität davon, kann es möglicherweise gar keinen Beruf mehr ausüben können. Während des Aufenthaltes im Kindergarten, in der Schule oder in der Universität besteht zwar ein Schutz durch die Berufsgenossenschaft. Dieser fällt aber gerade bei Kindern und Jugendlichen auch bei einer Vollinvalidität so gering aus, dass er nicht zur Finanzierung eines Lebens reicht.
Von den 7,6 Millionen Invaliden in Deutschland entfallen zwei Prozent auf Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren – immerhin 152.000 Personen.
Eltern dürfen nicht vergessen: Im Zweifelsfall ist das Kind für den Rest seines Lebens auf einen Rentenbezug angewiesen. Im schlimmsten Fall verunglückt oder erkrankt ein Kind im Alter von fünf Jahren so schwer, dass es niemals einen Beruf ausüben kann. Im Falle einer reinen Erkrankung bestehen keinerlei Ansprüche gegen die Berufsgenossenschaft.

Die Lösung, diesem Risiko vorzubeugen, bietet eine Kinderinvaliditätsversicherung. Diese leistet, unabhängig davon, ob die körperliche Beeinträchtigung aus einem Unfall oder einer Erkrankung resultiert. Die privaten Versicherer bieten drei Lösungen an. Entweder wird eine einmalige Kapitalzahlung fällig, oder eine lebenslange Rentenzahlung oder die Eltern entscheiden sich für eine Mischkalkulation.

Wichtige Einschlüsse bei Kinder-Tarifen

Gute Policen zeichnen sich dadurch aus, dass sei beispielsweise auch bei Spätschäden durch Insektenstiche leisten. Während Kapitalzahlungen abhängig vom Grad der Invalidität bereits ab einem Grad von zwei Prozent leisten, greifen Rentenzahlungen in der Regel erst ab einem Behinderungsgrad von 50 Prozent.
Die Prämie für eine Kinderinvaliditätsversicherung fällt im Vergleich zum potenziellen Nutzen im Schadensfall marginal aus. Es ist nur schwer nachvollziehbar, weshalb manche Eltern ihr Auto Vollkasko versichern, und ihre Kinder im Zweifelsfall ins offene finanzielle Messer laufen lassen.

Siehe auch: Kinderunfallversicherung – hier ist in der Regel keine schweren Erkrankungen, sondern das reine Unfallrisiko und die Invaliditätsfolgen durch Unfälle abgedeckt. Eine ausreichende Kinderunfallversicherung erhält man bereits für ca. 80-100 Euro im Jahr und stellt den Mindestschutz dar, den man für sein Kind unbedingt benötigt.

Eine gute Kinderinvaliditätsversicherung hingegen kostet je nach versicherter Monats-Invaliditätsrente ca. 10-25 Euro im Monat.

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